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Projektmanagement

Es war schon immer Aufgabe der Projektleiter, die passende Vorgehensweise für ihr Projekt festzulegen. Vielfach dreht es sich um die Frage der Ausgestaltung zwischen plangetriebenem, „klassischen“ Vorgehen und agilem, change-getriebenem.

Kernelemente des klassischen, plangetriebenen Ansatzes:

  • „Die Festlegung auf Inhalt und Umfang (Scope), Zeitbedarf und Kostenrahmen erfolgt frühzeitig:
    Am Ende der Planung ist der Projektmanagementplan erstellt. In ihm ist die Zusage enthalten, ein bestimmtes Projektergebnis von Umfang und Inhalt her zu einem bestimmten Zeitpunkt, zu den vereinbarten Kosten und in der entsprechenden Qualität ab zu liefern.
  • Die Arbeit kann beim ersten Mal bereits „richtig“ gemacht werden:
    Beide – Auftraggeber und Ausführende – haben ein gutes und gemeinsames Verständnis vom angestrebten und erwarteten Ergebnis. Die Arbeit ist damit gut planbar, Änderungen und Anpassungen sollten eher klein sein. Ein Herantasten an die richtige Lösung ist nicht notwendig.“

Kernelemente des agilen, value-getriebenen Ansatzes

  • „Inhalt und Umfang (Scope) sind emergent: (entwickeln sich)
  • Gerade bei innovativen, neuen Themen sind das genaue Endergebnis oder der Weg dahin noch nicht in aller Klarheit sichtbar. Damit kann auch der Scope nicht definitiv festgelegt werden. Jede Vorstellung von Ergebnissen und das Feedback darauf bergen die Chance, Anforderungen detaillierter kennenzulernen und das Bild vom Ergebnis nachschärfen zu können. Change/ Veränderung ist damit inhärenter Teil des Ansatzes. Aus diesem Grund wird das agile Vorgehen auch als change-getrieben bezeichnet.
  • Was „richtig“ ist, wird entdeckt:
    Es gibt Experimente, aus deren Ergebnissen gelernt werden kann. Der Weg und vielleicht auch das Endergebnis werden nicht immer in aller Klarheit sichtbar sein, sondern nach und nach „entdeckt“ und klarer. Dazu dient das fortlaufende „Inspect and Adapt“ (Überprüfen und Anpassen).“

Der hybride Ansatz

  • „Klassisches Vorgehen angereichert mit agilen Techniken oder Agile Methoden ergänzt um gezielt eingesetzte herkömmliche Elemente“
  • „Ein größeres Projekt, in dem in verschiedenen Teilprojekten unterschiedliche Lebenszyklen und Tools zum Einsatz kommen.“
    (Zitate aus dem Buch „Agiles Projektmanagement im Berufsalltag“, Teil I, Springer Gabler Verlag 2018)

 

Agil oder nicht agil? Keine Glaubensfrage, sondern eine Frage nach der richtigen Vorgehensweise beim richtigen Kunden und im richtigen Projekt. Dafür sind Kenntnisse in beiden „Welten“ notwendig, der klassischen und der agilen.